Die zuletzt stark gestiegene Zahl der Genehmigungsanträge für Taxikonzessionen hat zu einem ruinösen Wettbewerb geführt und damit die Existenz- und Funktionsfähigkeit des Taxigewerbes in Berlin ernsthaft gefährdet. Ein Großteil dieser Anträge steht im Zusammenhang mit Generalunternehmern von App-Anbietern sowie deren abhängigen Subunternehmern, deren Geschäftsmodelle auf massiver Marktausweitung beruhen.
Vor diesem Hintergrund haben die Berliner Taxiverbände im Juli 2025 die Einführung eines Beobachtungszeitraums gemäß § 13 Abs. 4 Personenbeförderungsgesetz beantragt, um den Markt zu stabilisieren und faire Wettbewerbsbedingungen zu sichern.
Nach 18 Monaten Wartezeit hat die zuständige Behörde endlich Maßnahmen zur Förderung des Gewerbes beschlossen. Damit setzt das Land Berlin ein wichtiges Signal zur Sicherung der langfristigen Funktions- und Leistungsfähigkeit des Taxengewerbes und zur Stabilisierung der öffentlichen Mobilität in der Stadt. Diese Entscheidung war überfällig. Wir danken allen Beteiligten, die sich für die Umsetzung eingesetzt haben.
Gleichzeitig stellen wir klar: Dies kann nur ein erster Schritt sein. Als nächstes erwarten wir die zügige Einführung eines verbindlichen Mindestentgelts für Mietwagen. Nur so lassen sich Dumpingpreise, Wettbewerbsverzerrungen und die zunehmende Verdrängung regulierter Anbieter durch aggressive Plattform-Geschäftsmodelle wirksam stoppen.
Unser Ziel bleibt ein fair regulierter Markt mit gleichen Regeln für alle und einer verlässlichen, sicheren Personenbeförderung für die Bürgerinnen und Bürger.
Der Vorstand