Am 12. September 1928 kehrte Gustav Hartmann von seiner berühmten Fahrt Berlin -Paris - Berlin zurück und wurde am Brandenburger Tor begeistert gefeiert. Er hat die erste Unterstützungsorganisation für notleidende Droschkenkutscher gegründet, die heute noch als Gustav-Hartmann-Unterstützungsverein e. V. die Ziele verfolgt und seinen Namen trägt. Um das Andenken an Gustav Hartmann, auch als Leitfigur des Taxigewerbes zu erhalten, hat der Denkmalpflegeverein das Denkmal an der Potsdamer Brücke errichtet.
Zum 75. Jahrestag seiner Rückkunft in Berlin war es an der Zeit, einen verdienten Mitbürger mit dem Bronzeabguss des Denkmals als Taxi-Oscar zu ehren. Die Wahl war auf Guus Biesenbach gefallen, der mit Gustav Hartmann nicht nur den Vornamen gemein hat (Guus ist holländisch für Gustav). In seiner Ansprache bedankte sich Guus Biesenbach für diese besondere Ehrung durch das Taxigewerbe. Aus seinen Worten wurde ebenso deutlich, dass er diese Ehrung verdient hat. Seines Zeichens 12 Jahre lang Taxi-Vertriebschef von Mercedes-Benz für Deutschland hat er, den Interessen seines Hauses verpflichtet, immer auch als Mittler und Wandler die Interessen der Taxiunternehmer berücksichtigt. So war er ständig mit den regionalen Gewerbevertretungen und dem Bundesverband im Gespräch, um eine vernünftige Abstimmung zwischen Konzern- und Kundeninteressen zu ermöglichen. Er sprach die Hoffnung aus, auch künftig auf der Grundlage einer sachlich orientierten Streitkultur mit Geduld und Augenmass gemeinsam und solidarisch an bestehenden Problemen zu arbeiten. Dem ist nichts hinzuzufügen.
Die Feier fand in einem "Berlinischen Rahmen" mit Getränken, Erbsensuppe und Bockwurst statt; für die musikalische Begleitung sorgte der gute alte Leierkastenmann. Wir bedanken uns auch an dieser Stelle bei den Sponsoren, die dies ermöglicht haben.
Der Vorstand
taxi news 8/2003, S.19