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Neues Betriebssystem für Tegel!


Auf der Taxiratsitzung am 19.05.2009 konnte die Innung des Berliner Taxigewerbes e.V.,  in enger Zusammenarbeit mit dem TVB,  ihre grundsätzliche Haltung zum neuen Betriebssystem am Flughafen Tegel durchsetzen:
Ein neues Qualitätsmanagement wird es in TXL nur dann geben, wenn der Berliner Taxiunternehmer von einer pauschalen Jahresgebühr befreit wird.
Künftig wird vom Flughafen eine Einfahrtgebühr von 47 cent erhoben. Dieser Flughafenzuschlag ist im neuen Tarif in einer Höhe von 50 C ausgewiesen. Wer genau so viel als Zuschlag einnehmen darf, wie er dem Flughafenbetreiber zahlen muss, fährt somit ohne Flughafengebühren. Taxikollegen von anderen Städten würden uns bei einem praktischen Wegfall von Flughafengebühren beneiden.
Trotzdem bleibt der fahle Beigeschmack, den Forderungen eines Dritten (Flughafenbetreiber) nach speziellen Qualitätsmerkmalen nachkommen zu müssen. Fraglich bleibt auch, ob die Überweisung von 47 C an den Flughafen überhaupt gerechtfertigt ist oder nicht. Genannt wurden uns durchschnittlich 2800 Taxendurchfahrten. Wir nehmen den Vorschlag von Kollegen auf, dass die Gebühr zu Gunsten der Taxiunternehmen gesenkt werden muss, falls die Anzahl der Durchfahrten über den Nachrückplatz deutlich höher ist. Der Flughafen betonte schließlich immer wieder, keinen zusätzlichen Gewinn erzielen zu wollen. Die „Innung“ hat schon vor Jahren verbindliche Standards für Fahrer und Fahrzeuge gefordert und Vorschläge zur Umsetzung unterbreitet. Diese Initiative wurde von verschiedenen Seiten, Gewerbeverbänden und Funkzentralen, so lange torpediert, bis sie in der Versenkung verschwand. Mit Hilfe vieler Kolleginnen und Kollegen haben wir am Flughafen Tegel den „Taxi-Service“ zur Bekämpfung der illegalen Fahrgastaufnahme unterstützt. Für diese Arbeit möchten wir uns ausdrücklich bei allen Mitgliedern des Teams bedanken. Leider war auch diese ehrenamtliche Tätigkeit immer wieder massiven Angriffen aus dem Taxigewerbe heraus ausgesetzt. Insgesamt müssen wir heute einschätzen, dass durch die ausufernde Taxi-Konzessionsvergabe und dem geringen Organisationsgrad der Verbände dem schleichenden Qualitätsverlust nicht genügend Einhalt geboten wurde. Wenn wir also so weiter machen wie bisher, werden wir unsere Lage nicht verbessern können. Wer sich weiterhin Qualitätsverbesserungen verwehrt, wird neue Qualitätsoffensiven von Bahnhöfen, Hotels und Großveranstaltern provozieren. Wir sollten auch nicht vergessen, dass genügend Mietwagen auf gute Geschäfte lauern. Zu hoffen ist, dass der Streit um Tegel zur Einsicht führt, dass nur ein reformwilliges und organisiertes Gewerbe in der Zukunft bestehen kann.


Dieser Beitrag wurde eingestellt am 22. Mai 2009, zuletzt geändert am 05.06.2009

 

 

 

 

 

 


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