Am 16. Oktober 2006 wählte die Mitgliederversammlung der Innung des Berliner Taxigewerbes e.V. einen neuen Vorstand. Für die anstehende Amtsperiode kann es nur ein Ziel geben:
Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Berliner Taxiunternehmen muss sich verbessern.
Ganz oben auf der Forderungsskala steht die Anpassung des Tarifs auf die in den letzten Jahren deutlich gestiegenen betrieblichen Kosten. In dieser Frage wurde zwischen der Innung und dem TVB eine übereinkunft erzielt.
Da das Berliner Taxigewerbe über keine Lobby zur Durchsetzung ihrer Anliegen verfügt, wird der geschäftsführende Vorstand den Kontakt zu den wichtigsten politischen Entscheidungsträgern deutlich intensivieren. Gewerbepolitische Dialoge werden mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, den verkehrspolitischen Sprechern der Parteien im Abgeordnetenhaus, des Landesamtes für Bürger -und Ordnungsangelegenheiten (LABO), der Flughafengesellschaft, der IHK, der IKK und den Funkgesellschaften noch vor Ende des Jahres geführt. Neben der Verantwortung der Innung für das Taxigewerbe in Berlin, werden die Interessen der Mitglieder stärkere Berücksichtigung finden müssen. Damit sind sowohl lukrative Rahmenvereinbarungen mit Firmen, z.B. mit Total und A.T.U., gemeint, wie auch die Gewinnung von Werbeeinnahmen für die Taxen. Die Innung bietet ihren Mitgliedern weiterhin eine kostenlose Rechtsberatung durch die RAe Waldheim, Wilbert, Rauch, sowie Auskünfte der IKK und eine ausführliche Beratung zu allen Fragen geschäftlicher und privater Versicherungen inklusive Geldanlagen und Bausparverträge durch die Generalagentur Petra von Chamier der Zurich Versicherung AG an. Kein Mitglied wird im Stich gelassen, wenn es sich um Beschwerden handelt, die im Alltagsgeschäft entstehen. Das betrifft sowohl Auseinandersetzungen mit den Fahrgästen, wie auch kontroverse Auffassungen zu Entscheidungen des LABO.
Auf bundespolitischer Ebene unterstützt die Innung alle Bestrebungen zur Änderung der Freistellungs-Verordnung , der inhaltlichen Ausgestaltung der F.z.F.-Prüfung (Dienstleistung, Taxisicherheit, kleine Sach- und Fachkunde), der Verlängerung der Eichtermine und der Abschaffung der unsäglichen, kostenintensiven, stetige Erneuerung der Taxikonzessionen.
Die Innung wird alles tun, um das Taxigewerbe der Hauptstadt in den grundsätzlichen Fragen zum Wohl der Taxiunternehmerinnen und Taxiunternehmer zu einigen. Wir sind zu sachlichen und konstruktiven Gesprächen bereit.