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Berichte und Fotos von drei TAXI-Oscar-Verleihungen

Der Gustav-Hartmann-Denkmalpflege e.V. vergibt den "TAXI-Oscar" an Persönlichkeiten, die sich für das Taxigewerbe in hervorragender Weise eingesetzt haben.

 

1. Guus Biesenbach 2003

2. Heinrich Kuhlmann 2005 

3. Lothar Aschmann 2006

 

 

1. Taxi-Oskar für Guus Biesenbach

Am 12. September 1928 kehrte Gustav Hartmann von seiner berühmten Fahrt Berlin –Paris – Berlin zurück und wurde am Brandenburger Tor begeistert gefeiert. Er hat die erste Unterstützungsorganisation für notleidende Droschkenkutscher gegründet, die heute noch als Gustav-Hartmann-Unterstützungsverein e. V. die Ziele verfolgt und seinen Namen trägt. Um das Andenken an Gustav Hartmann, auch als Leitfigur des Taxigewerbes zu erhalten, hat der Gustav Hartmann-Denkmalpflegeverein das Denkmal an der Potsdamer Brücke errichtet.

Zum 75. Jahrestag seiner Rückkunft in Berlin war es an der Zeit, einen verdienten Mitbürger mit dem Bronzeabguss des Denkmals als Taxi-Oscar zu ehren. Die Wahl war auf Guus Biesenbach gefallen, der mit Gustav Hartmann nicht nur den Vornamen gemein hat (Guus ist holländisch für Gustav). In seiner Ansprache bedankte sich Guus Biesenbach für diese besondere Ehrung durch das Taxigewerbe. Aus seinen Worten wurde ebenso deutlich, dass er diese Ehrung verdient hat. Seines Zeichens 12 Jahre lang Taxi-Vertriebschef von DaimlerChrysler Deutschland, heute wieder Mercedes-Benz, hat er, den Interessen seines Hauses verpflichtet, immer auch als Mittler und Wandler die Interessen der Taxiunternehmer berücksichtigt. So war er ständig mit den regionalen Gewerbevertretungen und dem Bundesverband im Gespräch, um eine vernünftige Abstimmung zwischen Konzern- und Kundeninteressen zu ermöglichen. Er sprach die Hoffnung aus, auch künftig auf der Grundlage einer sachlich orientierten Streitkultur mit Geduld und Augenmaß gemeinsam und solidarisch an bestehenden Problemen zu arbeiten. Dem ist nichts hinzuzufügen. 


Die Feier fand in einem „Berlinischen Rahmen“ mit Getränken, Erbsensuppe und Bockwurst statt; für die musikalische Begleitung sorgte der gute alte Leierkastenmann. Wir bedanken uns auch an dieser Stelle bei den Sponsoren, die dies ermöglicht haben. 


Der Vorstand 


2. TAXI-Oscar für Heinrich Kuhlmann

Heinrich Kuhlmann ist bundesweit ein Fachmann für zahlreiche Berufsgruppen, die mit schwieriger Klientel zu tun haben. Seit 38 Jahren ist er bei der Frankfurter Polizei beschäftigt als normaler Polizeibeamter, später im Spezial-Einsatzkommando (SEK) Frankfurt zur Terrorismusbekämpfung, als Ausbildungsleiter Eigensicherung der Schutz- und Kriminalpolizei Frankfurt sowie Sportkoordinator und Ausbildungsleiter für die Sicherheits- und Verhaltensschulung (SVS). Gewaltprävention ist in diesen Aufgabengebieten sein höchstes Anliegen, das er nach nunmehr 19 Jahren „Fortbildung“ auf dem Taxisektor, davon 16 Jahre in Berlin, den Taxifahrerinnen und Taxifahrern sehr einfühlsam und mit viel Humor kurzweilig vermittelt. Er fährt bewusst auch immer wieder mal Streife, um nicht den Bezug zum Alltag zu verlieren. Das merkt man in seinen bodenständigen Vorträgen, denn Heinrich Kuhlmann ist ein Kumpel, wie es sie unter uns Taxifahrern bis vor einiger Zeit auch noch zahlreicher gab. Der Ehrung ihres „Kollegen Heinrich“ wohnten natürlich auch ehemalige Teilnehmer seiner Seminare bei. Der Vorstand dankte Herrn Eckhard Ninnemann von der BGF, der 1998 auf Anregung des Taxikollegen Heiner Welz die Aufnahme der Kuhlmann-Seminare in das Programm der BGF „durchgeboxt“ hatte. Inzwischen kümmert sich Herr Thomas Bier bei der BG Verkehr um die Durchführung der Taxifahrerseminare. Auch ihm wurde dafür gedankt.

Heinrich Kuhlmann bildet uns Taxifahrer darin aus, dass wir bei schwierigen Fahrgästen nicht die Nerven verlieren und bei „normalen“ Fahrgästen den Service bieten, den unsere Kundschaft für ihr Geld verdient. Eigentlich Dinge, die laut Heinrich Kuhlmann in die Taxifahrerausbildung gehören und deren Integration in Ausbildung und FzF-Prüfung der Arbeitskreis Taxisicherheit schon seit Jahren von seinen Gewerbevertretern fordert.

                                                   

Die Miniaturausgabe des Denkmals vergab der Gustav-Hartmann-Denkmalpflege e.V. nicht, wie es im Gewerbe leider oft angenommen wird, für das Erlernen von Selbstverteidigung im ursprünglichen Sinne, sondern für das Erlernen von Konfliktvermeidung und Deeskalation und, wenn gar nichts anderes hilft, für das Ermöglichen der eigenen Flucht. Heinrichs Motto ist „Helden sterben früh!“ – soll heißen: „Bei allem Risiko im Beruf – Taxifahrer, riskiert nicht zu viel durch Gegenwehr!“.

Heinrich Kuhlmanns löblicher Einsatz für das Wohl der Taxifahrer, unterstützt durch die BG Verkehr, dient der Prävention.

Die Arbeit des Arbeitskreises Taxisicherheit dient der Prävention.

Der Gustav-Hartmann-Unterstützungsverein e.V. hilft Taxifahrern nach schweren Übergriffen durch Fahrgäste und unterstützt im schlimmsten Fall auch ihre Angehörigen in der größten Not nach dem Verlust ihres Ernährers durch eine Geldspende.

Heinrich Kuhlmann arbeitet dafür, dass der Gustav-Hartmann-Unterstützungsverein e.V. möglichst selten aktiv werden muss.

                              

Gustavs Enkelin, Frau Buchwitz-Wiebach signiert ihm ein Buch über ihren Großvater, den  „Eisernen Gustav“.

Im Beisein von Vorständen der Gewerbevertretungen und Funkzentralen sowie dem Taxigewerbe nahestehenden Gästen wurde ihm dafür am 29. September 2005 vom Gustav-Hartmann-Denkmalpflege e.V. der „TAXI-Oscar“ überreicht.

3. TAXI-Oscar für Lothar Aschmann

 

Gustav Hartmann hat nach seiner vielumjubelten Droschkenfahrt Berlin-Paris-Berlin im Jahre 1928 eine Stiftung für in Not geratene Droschkenkutscher gegründet, die der Gustav-Hartmann-Unterstützungsverein e.V. fortführt.

Es ist also ganz in seinem Sinne geschehen, dass am 11. Oktober 2006 der Vorstand des Gustav-Hartmann-Denkmalpflege e.V. im „Haus der Berufsgenossenschaften“ den 3. Taxi-Oscar an Lothar Aschmann, Vertriebsdirektor der Versicherung der Kraftfahrt (VdK) in der Signal Iduna Gruppe verlieh.

 

Lothar Aschmann hat sich in über 20 Jahren seines Dienstes an seiner Taxikundschaft unentwegt für das bundesdeutsche Taxigewerbe eingesetzt!

Im Rahmen des „Beirats der VdK“, einem regelmäßigen Treffen von Vdk-Direktion und führenden Vertretern des Deutschen Taxigewerbes überraschte er immer wieder mit neuen Ideen zur günstigeren Tarifgestaltung, aber auch zur Verbesserung der Sicherheit der Taxifahrer im stressigen Arbeitsalltag durch die Einführung und das Sponsoring von Verkehrs- und Fahrsicherheitstrainings für Taxiunternehmer und deren Fahrer zusammen mit Mercedes-Benz und der BG Verkehr zwecks Schadensvermeidung oder wenigstens Schadensbegrenzung. Die Schaffung einer für Taxiunternehmer aller Altersgruppen möglichen Altersversorgung über ein eigenes Versorgungswerk schließt den Kreis wieder zu Gustav Hartmann, dem „Eisernen Gustav“.

       

Unter großem Beifall zahlreicher Gäste überreichte Dietmar Schmidt dem im Herbst in den wohlverdienten Ruhestand gehenden Lothar Aschmann für seine unschätzbaren Verdienste für das Taxigewerbe im Namen des „Gustav-Hartmann-Denkmalpflege e.V.“ eine Miniatur des „Eisernen Gustavs“.


Lothar Aschmann, „ein Freund des Taxigewerbes“ bedankte sich in einer typisch stimmungsvollen Rede für die „gewichtige“ Ehrung und leitete damit zu dem Teil des Abends über, der zum privaten Gespräch gleichermaßen wie auch zum gewerblichen Gedankenaustausch genutzt wurde.