Innung --> Gremien --> Arbeitskreis Taxisicherheit --> Sicherheitstechnik

Stiller Alarm im Taxischild

Hier soll die optische Funktionsweise des Stillen Alarms im Taxischild dargestellt werden. In der Öffentlichkeit herrscht immer noch immenser Aufklärungsbedarf vor und, wie die Praxis nicht nur in Berlin und München gezeigt hat, neben dem Erkennen der Notlage des Taxifahrers besonders bezüglich der einzuleitenden Schritte.

In vielen Taxidachschildern befinden sich je 2 LED-Leuchten, die im Notfall nach vorn und hinten rot leuchten. Diese signalisieren nicht, dass der Taxifahrer auf der Suche nach Fahrgästen ist, sondern dass ein Notfall vorliegt und der Kollege in Gefahr ist. Fast jeder führt heutzutage ein Handy mit sich. Bitte die Polizei unter 110 zu informieren mit dem Kennzeichen, dem Standort und der Fahrtrichtung des Taxis. Vielleicht kann der Passant sogar erkennen, wie viele Personen sich im Taxi befinden und dies der Polizei ebenfalls mitteilen.

Es sollte selbstverständlich sein, dass aufmerksam gewordene Taxifahrer, die den Stillen Alarm erkennen, nicht direkt dem Fahrer durch "nach-oben-zeigen" signalisieren, dass "Lämpchen brennen". Besser ist es über Funkruf oder telefonisch die Polizei zu benachrichtigen. Vorsichtige, zurückhaltende Kollegenbegleitung wäre das Ideal in diesem Fall.

 Wenn der Notfall selbst bereinigt wurde oder nach Eintreffen von Polizei oder  Taxikollegen, so wäre es wichtig, dies sofort der Zentrale mitzuteilen, damit die herbeieilenden Taxikollegen zurückbleiben können.

 

Schutz durch Video im Taxi

Eine kleine Infrarot-Videokamera, an der Windschutzscheibe oder auf dem Armaturenbrett montiert, wird mit ihrem 90 - Grad - Weitwinkelobjektiv auf die Fahrgastpositionen zur Überwachung aller Fahrgäste eingesetzt. Laut einem Polizeigutachten "ist die Präventivwirkung zur Vermeidung von Fahrpreisprellerei, Belästigung und Überfall bei diesem System am höchsten." Unsere eigene Praxis bestätigt dies eindrucksvoll. In über 19 Jahren als "Nachteulen" mit Videoüberwachung arbeitend hatten wir nur 2 mal "unartige" Fahrgäste, die sich von der Kamera nicht abhalten ließen, dem Taxifahrer das Nervenkostüm anzukratzen! Grundsätzlich also können wir unseren videogesicherten Arbeitsplatz in dieser Zeit als "rollendes Sanatorium" für den Taxifahrer bezeichnen. Die Kamera versieht ihren Dienst nun schon im 2. Taxi, der Videorekorder musste trotz der thermischen Belastung (im Sommer bis zu 50° – 60°C) erst nach 8 Jahren ausgewechselt werden! Da die digitale Ausführung im Gegensatz zum bisherigen mechanischen Videorekorder eigentlich gar keine Verschleißteile hat, erhöht sich die Nutzungsdauer entsprechend.

Foto: taxi-tools

Die Taxi-Videoüberwachungskamera ist wegen der "e1-Zertifizierungspflicht" nur noch mit Speicherung digitaler Fotos erhältlich Der Einbau alter Geräte in neuere Fahrzeuge zwecks Aufnahmen sowohl mit Bild- und Tonaufzeichnung auf handelsüblichem Videoband sind aus o. g. Grund nicht mehr erlaubt. Auch untersagt der (Berliner) Datenschützer die Tonaufnahme in privatwirtschaftlichen Fahrzeugen. Taxis sind hier, weil es so besser passt, kein öffentlicher Personennahverkehr!

Die 6 Infrarot-LEDs der Kamera ermöglichen selbst bei völliger Dunkelheit ohne Innenbeleuchtung durch die extrem hohe Lichtempfindlichkeit von 0,1 Lux noch mehr als nur Konturen der Insassen zu erkennen!
Das 32 MB-Speichermodul zeichnet im Ringspeicherverfahren bis zu 3 Bilder pro Sekunde auf. Dabei werden die ältesten der maximal 2000 Bilder bei einer Neuaufnahme automatisch gelöscht. Der Name des Kunden sowie Datum, Uhrzeit, Abholadresse und Fahrziel werden sowieso nicht aufgezeichnet!
An den Scheiben wird zur juristischen Absicherung durch nach innen und außen lesbare Aufkleber mit Piktogrammen sowie natürlich auch zur Abschreckung darauf hingewiesen. Am wirkungsvollsten sind sie oben neben der B-Säule angebracht.
Ein Nebeneffekt eines so überwachten Fahrzeugs ist sicher auch der höhere Schutz vor Einbruch und Diebstahl.

Die Videoüberwachung wird angeboten von
"taxi-tools" (Herr Uwe Slabohm)
Westerfeld 4 in 24980 Wallsbüll
Tel.:04639-7823136 
Fax:04639-7823019 
Mobil:0175-9924706
Email:Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailinfo(at)taxi-tools.de
www.taxi-tools.de 

Beim bisherigen Hersteller lag der Verkaufspreis bei 849,00 Euro plus Mehrwertsteuer + Versand.
Die Komplettanlage, besehend aus Kamera TX2000 + Rekorder TTR 1000 für digitale Fotos ohne Ton erhält man bei "taxi-tools" jetzt zum Preis von 559,00 Euro plus Mehrwertsteuer + Versand (Stand Januar 2012).
Nicht zu unterschätzen ist die Erhöhung der Selbstdisziplin des Taxifahrers im Streitfall: Ein besonders besonnen handelnder Taxifahrer hat für den Fall einer Vorlage der Fotosequenz bei Gericht eine noch nie da gewesene sichere Position inne, denn er ist "immer einer mehr als die anderen!"

Der 12 Volt - Rekorder wird versteckt als "Blackbox" eingebaut. (Außenmaße B.80 x H.70 x T.20 mm)  Er arbeitet zuverlässig von –20°C bis +70°C. Handwerklich begabte Kollegen können die Anlage dank einer beiliegenden guten Einbauanleitung selbst installieren. Bei Übernahme der Komponenten ins nächste Taxi kann auf den Ausbau des Kabelsatzes verzichtet werden, da dieser wie auch alle anderen Komponenten einzeln nachzubestellen sind. Auch bei Fahrzeugen mit CAN-Bus-Technik ist ein Anschluss möglich.

Für preiswerte 559,00 Euro plus MwSt. zuzüglich Einbau (Stand Januar 2012), bieten sich derzeit zwei Vertragswerkstätten in Berlin an:

HEEDFELD Elektronik Berlin GmbH.
Persiusstr. 7, 10245 Berlin,
030-691 65 00
www.berlin.heedfeld.de

ProMobil
Gneisenaustr. 108, 10961 Berlin
030-695 93 80 
http://promobil-berlin.de 


Auf Anfrage benennt die Firma "taxi-tools" gerne Einbauwerkstätten außerhalb Berlins.

Die Preise erscheinen auf den ersten Blick hoch. Bei einer angenommenen Nutzungsdauer der Videoüberwachung von 5 Jahren ergibt sich bei 11 mal monatlich nur 20 Schichten ein Preis von arbeitstäglich 0,51 Euro! Dafür bekommt man nicht einmal eine Bockwurst! Bei Großfirmen mit teils doppelt ausgelasteten Fahrzeugen auf 365 Tage gerechnet ergibt sich die erstaunliche Summe von 0,31 Euro pro Fahrzeug täglich! Das sollte ihnen die Sicherheit und Gesundheit ihrer Mitarbeiter schon wert sein! 

 HINWEIS: Mit Windows XP funktionierte die mitgelieferte Kamerasoftware einwandfrei. Seit 2009 ist Windows 7 das aktuelle PC-Betriebssystem. Nach einem Systemwechsel auf drei PCs mit Windows 7 können wir die Software und Gerätetreiber nicht installieren, weil wir immer noch nur über die Version V1_01 von vor 2007 verfügen. Derzeit ist es uns nicht möglich, Einstellungen vorzunehmen noch im Notfall Fotos für die Polizei auszulesen.

Zur Funktion mit Windows VISTA und Windows 8 haben wir keine Erkenntnisse.

Wohlgemerkt: Der Lieferant "taxi-tools" bemühte sich mehrfach uns zufrieden zu stellen, jedoch mauert der Hersteller. 

 

 

 

BX-4000 MultiCam der EAS-Surveillance GmbH

Herstellerfoto
Herstellerfoto
Herstellerfoto

 

 

 

Durch den hochwertigen CMOS-Chip lässt sich der Fahrgastraum auch bei dieser Kamera dank der hohen Lichtempfindlichkeit von 1 Lux selbst bei völliger Dunkelheit noch erkennbar aufnehmen! Der Aufnahmewinkel beträgt 107° horizontal und 79° vertikal. 

 

 

Das Steuergerät, das per Software auf die Bedürfnisse des Nutzers eingestellt wird, ist handgroß (100 (L) x 70 (B) x 21 (H) mm) und lässt sich an jeder Stelle des Fahrzeugs versteckt verbauen. An die BX-4000 MultiCam können bis zu vier Kameras angeschlossen und ihre Aufnahmeintervalle separat gesteuert werden. 

Das 32 MB-Speichermodul zeichnet im Ringspeicherverfahren je nach individuell wählbarer Einstellung bis zu 15 Bilder pro Sekunde auf. Dabei werden die ältesten Bilder der je nach Speicherkartengröße variierenden Anzahl bei einer Neuaufnahme automatisch gelöscht. Kundendaten werden auch mit dieser Kamera nicht aufgezeichnet! Das optional erhältliche Mikrofon sollte man, wie schon erwähnt, aus datenschutzrechtlichen Gründen, zumindest in Berlin weglassen. An den Scheiben wird empfohlen zur juristischen Absicherung mit nach innen und außen lesbaren Aufklebern mit Piktogrammen sowie natürlich auch zur Abschreckung auf die Videoüberwachung hinzuweisen. Am wirkungsvollsten sind sie oben neben der B-Säule angebracht. 

 

Die Einbaurichtung variiert natürlich je nach Zweck der Aufnahme. Für die Überwachung zur Absicherung des Taxifahrers wird die Kamera natürlich nach innen gerichtet sein. 

 

Wenn man jedoch schon diese Investition zur Absicherung der Sicherheit und Gesundheit des Fahrers tätigt, so sollte man doch überlegen eine zweite Kamera installieren zu lassen. Diese wäre wie im Foto nach vorn zu richten, um sich bei Unfällen und anderen später "juristisch unangenehmen Begebenheiten" abzusichern. Das spart Anwaltskosten, Nerven und eventuell gar Punkte. Dieses Verfahren der EAS-Surveillance GmbH ist gerichtlich anerkannt! Die Aufnahmen sind also vor Gericht der Unschuldsbeweis schlechthin, besser als jeder Zeuge. 

Die VDK in der Signal Iduna Versicherung empfiehlt den Einbau einer solchen Kamera als "Airbag vor Gericht". Der Hersteller zählt Vorteile und Nutzen für Personenbeförderer auf. 

Die Aufnahmen auf dem Laptop-Bildschirm zeigen (Anklicken), wie dem Taxi, von rechts kommend, die Vorfahrt genommen wird. Da die Kamera dauernd läuft, werden beim Unfall automatisch die letzten 15 Sekunden vor und die nächsten 15 Sekunden nach dem Unfall auf der SD-Karte gespeichert. Eine manuelle Speicherung ist darüber hinaus auch möglich. 

Die notwendige Software wird natürlich mitgeliefert und ist anwendbar unter Windows 2000, XP, Vista und Win 7. Mit Google Maps und Google Earth lässt sich sogar der Standort bestimmen und abspeichern. 

Die Funktionsweise der Kamerasoftware wird auf der Homepage des Herstellers demonstriert.

Zur besseren Auswertung kann die Skala vergrößert werden und bestimmte Dinge wie Fahrzeugtempo, Blinker und vor allem Zeitpunkt und Druck auf die Bremse dargestellt und damit belegt werden.

2012 kostet das Steuergerät mit einer Kamera 558,70 Euro inklusive 19% Mehrwertsteuer.

Der Einbau kommt bei 2-3 Werkstattstunden auf etwa 383 Euro brutto.

Genaue Daten und Preise können auf der Homepage des Herstellers, der EAS-Surveillance GmbH in Erfahrung gebracht werden.

http://www.unfallkamera.de 

EAS-Surveillance GmbH 

Ebereschenallee 40a 

14050 Berlin

E-Mail: info(at)unfallkamera.de

Tel: 030 / 308 15 360

Fax: 030 / 308 15 362

 

Der Einbau kann ausgeführt werden bei

Promobil - Funk- und Taxameterwerkstatt 

Gneisenaustr. 108

10961 Berlin

030-030-695 93 80

www.promobil-berlin.de

 

zum Seitenanfang

 

 

§ Datenschutz §

Im Laufe der Jahre hat sich die Bewertung des Fahrgast-Datenschutzes bei Nutzung einer Videoüberwachungskamera mit Aufzeichnungsgerät zwecks Taxifahrerschutzes gegenläufig zum Schutzbedürfnis der Taxifahrer verändert.

Geblieben ist - zu Recht - die Pflicht zum Anbringen von Hinweisen auf die Videoüberwachung des Fahrgastes außen an unübersehbarer Stelle, z. B. an allen Seitenscheiben. (Bundesdatenschutzgesetz, BDSG " 6 b Absatz 2) 

Am 2. Oktober 1995 teilte der Berliner Datenschutzbeauftragte der Herstellerfirma Rasmussen & Plag mit, "dass wir (Bereich Private Datenverarbeitung) nicht der Ansicht sind, dass Videoaufzeichnungen in Taxis aus datenschutzrechtlichen Gründen generell unzulässig sind." Zum Löschen der Aufnahmen MIT TON auf handelsüblichen Videokassetten wurde nichts vorgegeben. 

2002 in Berlin: Videokameras in Taxis sind zwar zulässig, die Daten dürfen aber nur solange gespeichert werden, bis der Fahrgast das Taxi wieder verlässt.

2004 steht im Berliner Datenschutzgesetz § 31 b in Absatz 1 

(1) Die Beobachtung öffentlich zugänglicher Räume mit optisch-elektronischen Einrichtungen (Videoüberwachung) ist nur zulässig, soweit der Einsatz der Videoüberwachung zur Aufgabenerfüllung oder zur Wahrnehmung des Hausrechts erforderlich ist und keine Anhaltspunkte bestehen, dass schutzwürdige Interessen der Betroffenen überwiegen.

Im März 2004 gibt der Berliner zusammen mit dem Niedersächsischen und Nordrhein-Westfälischen Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit einen Flyer zur "Videoüberwachung durch private Stellen" heraus. "Achtung Kamera - Videoüberwachung durch private Stellen - März 2004" kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Seit März 2009 wurden nach vermehrten Überfällen und im Rahmen des sowieso notwendigen Vermittlungssystemwechsels beim TAXI-RUF BREMEN alle angeschlossenen Taxis mit Videokameras ausgestattet. Das aufgenommene Bild des Innenraumes wird, für den Fahrgast sichtbar, auf dem Monitor des Vermittlungsrechners dauerhaft angezeigt. Der Bremer Datenschutzbeauftragte hat dieses System 2009 genehmigt. Ein Informationsblatt mit der Beschreibung des Verfahrens der Videoaufzeichnung und dem integrierten Datenschutz wird in jedem Bremer Taxi mitgeführt. Im Rahmen des Pilotprojektes der BG Verkehr wurde nach der Akzeptanz dieser Videoüberwachungskameras im Taxi gefragt: 99 % der Fahrer und 96 % der Fahrgäste akzeptierten diese Sicherheitseinrichtung. 63 % der Fahrgäste fühlten sich dadurch selbst sicherer. Das Digitax-System kostete pro Fahrzeug 2500 Euro. Abgesehen davon, dass für jedes Bundesland zu dieser Technik mit dem jeweiligen Datenschutzbeauftragten darüber verhandelt werden müsste, ist die Technik theoretisch auch an Vermittlungssysteme anderer Hersteller, sicher mit größerem Programmieraufwand realisierbar. 

Im März / April 2008 wurde der Datenschutz schon deutlich massiver betrieben, zum Nachteil der Betreiber im Taxi, die ja sich selbst schützen wollen. Tonaufnahmen des Geschehens (Nennung des Fahrziels und eventueller Streit beim Erreichen desselben um die Fahrstrecke bzw. den Fahrpreis) waren nun überhaupt nicht mehr erlaubt. Die anfangs nicht begrenzte Speicherdauer wurde auf 24 Stunden verkürzt, nachdem sogar die sofortige Löschung der Aufnahme nach Verlassen des Taxis angedacht war. (BDSG " 6 b Abs. 5) 

2013: Der Düsseldorfer Kreis (Konferenz aller Landesdatenschützer, der "Aufsichtsbehörden für den Datenschutz im nicht-öffentlichen Bereich), einigten sich am 26. und 27. Februar 2013 bezüglich einer Videoüberwachung in Taxis (s.o. "nicht-öffentlicher Bereich"!) auf eine Richtlinie, an die sich aber nicht jede Landesdatenschutzbehörde halten muss. Das zweiseitige Papier "Videoüberwachung in und an Taxis" kann hier als PDF heruntergeladen werden. Die Speicherdauer wurde von 24 Stunden auf maximal 48 Stunden erweitert. 

Die Datenschutzbeauftragte in Bremen gibt "Datenschutztipps" zur Überwachung mit Videokameras und zum Einsatz von Webcams durch nicht öffentliche Stellen.

 Der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband e. V. (BZP) fordert mehr Sicherheit durch Überfallschutzkameras. Der BZP informiert über alle Themen zur Erhöhung der Sicherheit im Taxi unter dem Stichwort Überfallsicherheit

In der Presseübersicht auf der Homepage des Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit in Berlin, Ausgabe 2. Oktober 2013 liest man eine unsere Gefahren ignorierende Meinung im Presseorgan "ND". 

"Offen für jedes Objektiv / Maß und Kontrolle - wer bestimmt das?

... Man brauche die Videoüberwachung nicht nur um aufzuklären, sondern auch um abzuschrecken, lautet ein wichtiges Argument der Fürsprecher von mehr Kameras und mehr Bildaufzeichnungen. Dabei ignorieren sie eine simple Logik: Jeder Überfall, der per Video beobachtet wird, belegt die Untauglichkeit der Kamera als Präventionsmittel. ...”

ND 2.10.13 S. 7

"Überfallschutzkameras" = Schutz für Taxifahrer - Datenschutz?

Was schreibt die "Aufsichtsbehörde für den Datenschutz im nicht-öffentlichen Bereich" gleich als erste zwei Sätze in ihrem Beschluss vom 26./27.Februar 2013?

"Leben, Gesundheit und Freiheit der Taxifahrer sind hohe Rechtsgüter, die es nachhaltig zu schützen gilt. Zu diesem Zweck kann der Einsatz von Videokameras in Betracht kommen." ....

Und dann werden welt- und praxisfremde Möglichkeiten der Nutzung des "stillen Alarms" und des GPS-gestützten Notrufs, die per Verordnung sowieso in jedem Taxi vorhanden sein müssen / sind, vorrangig als "weniger einschneidende Schutzmaßnahmen" vorgegeben. Ja, "weniger einschneidend in der Wirkung" ist ja unser Problem im Konfliktfall im Taxi! Leider ist deren abschreckende Wirkung ungenügend, wie die steigenden Überfallzahlen eindeutig beweisen. Die helfen nicht Taten gegen Taxifahrer zu verhindern!

Unsere Taxipraxis sieht da seit 21 Jahren mit nur zwei "Überfallverhinderungsvideokameras" (so haltbar sind die) anders und mit besserer Wirkung aus. Zur Wirkung: Die äußerst positiven Forschungsergebnisse der Bremer Taxifahrer in Zusammenarbeit mit der BG Verkehr können wir über unseren langen Zeitraum absolut bestätigen. Fahrgeldbetrug, Pöbeleien, Drohungen, Sachbeschädigungen oder gar Angriffe gegen den Taxifahrer gingen nach dem Einbau schlagartig gegen Null (zwei Bedrohungen in 21 Jahren!). 

Zum Datenschutz: In den Anfangsjahren gab es noch Fragen zu und Vorbehalte gegen die Aufnahmen in unserem Taxi. Durch erklärende Worte, Beispiele und, RTL sei Dank, mit Sendung dieser "Containerdramen" stieg die Akzeptanz unserer Kamera bei den Fahrgästen ständig. Heute redet man mit uns kaum noch darüber und wenn, dann unsere Notwendigkeit anerkennend, uns vor eventuellen Tätern zu schützen. 

Für die Landesdatenschützer sind wir Taxifahrer / Taxiunternehmer hier, weil es besser passt, PRIVATE WIRTSCHAFTSUNTERNEHMEN. Und was sind Banken? (videoüberwachte Geldautomaten, Bankschalter, ganze Schalterräume) Und was sind Kaufhäuser? PRIVATE WIRTSCHAFTSUNTERNEHMEN! Sicher gilt die Videoaufzeichnung in diesen Institutionen auch zum Schutz ihres Personals, aber eindeutig der Verhinderung von Betrug wegen Geldes oder Raub und Diebstahl von WAREN. Und wir? Wir wollen zu Schichtende gesund und möglichst mit unseren paar Piepen, die wir in langer Arbeitszeit umgesetzt haben, nach Hause zur Familie zurückkehren.

Und wie? Laut einem Polizeigutachten aus den neunziger Jahren zum Einsatz einer Videokamera im Taxi, damals noch mit Ton freigegeben, "ist die Präventivwirkung zur Vermeidung von Fahrpreisprellerei, Belästigung und Überfall bei diesem <Video>System am höchsten." Das unterschreiben wir aus unserer jahrzehntelangen Praxis auch heute noch. Verhinderung durch Prävention ist besser als Aufklärung. Aber dazu lässt sie sich im Bedarfsfall auch noch nutzen. 

Welche Daten wollen die Landesdatenschützer eigentlich schützen? Daten unserer normalen, friedlichen Kunden werden per Aufnahme zwar aufgezeichnet, bleiben bei üblicherweise artigem Benehmen und erfolgter Zahlung auch artig "in der Kiste / auf dem Chip". Sie werden automatisch mit neuen Daten überschrieben. Die sieht keiner! Die senden wir nicht irgendwohin! Die lesen wir nicht aus. Die gibt es eigentlich gar nicht. Wir sind doch keine Fernsehsender, sondern hart arbeitende Taxifahrer zum Wohle unserer Kunden, zum Wohle der Allgemeinheit. Bei der Übernahme von Pflichten sind wir für den Gesetzgeber selbstverständlich ÖFFENTLICHE PERSONENNAHVERKEHRSUNTERNEHMEN. Wie BVG und S-Bahn, die ja vier Kameras in einem U-Bahnwagen installieren und betreiben dürfen. Deren Warnhinweise lauten "ACHTUNG - Videoüberwachung". - Und die "unartigen Fahrgäste", die uns im schlimmsten Fall massakrieren, mögen doch bitteschön von der Justiz in ihre Schranken verwiesen werden. Leider bleiben diese "Helden" ja nie vor Ort, bis unsere uniformierten Helfer sie etwas fragen können.

Wir wollen den BZP und unsere (Berliner) Gewerbevertretungen, die ja schon viel Einsatz auf diesem Gebiet gezeigt haben, ermutigen Sturm zu laufen gegen diese Menschenverachtung! Wir sind, jeder einzelne Taxifahrer, mehr wert als geklauter Schmuck, Schließfachinhalte und Bares. 

Brigitte und Jörg Sans - Arbeitskreis Taxisicherheit

 

Bitte beachten Sie auch unsere anderen Themen: 

Fotogalerie, Seminare, ÖffentlichkeitsarbeitTipps & LinksOpferhilfe und Zeugenbetreuung und WEISSER RING und BG Verkehr - Traumalotsen

zum Seitenanfang

zur Hauptseite Arbeitskreis Taxisicherheit